r Backrooms

Kane Parsons, USA, Kanada, 2026o

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Kahle, verschachtelte Büroflure, endlose beige-gelbe Wände, ein unaufhörliches, unerträglich lautes Surren von Leuchtstoffröhren: Die „Backrooms“ beschreiben eine neue Art von Albtraum, eine menschenleere Parallelwelt sich wiederholender, fensterloser Stockwerke, die unsere Realität auf den ersten Blick spiegelt und sich ihr doch mit jedem Schritt weiter entzieht. Verstörend verlassen wirken die labyrinthischen Räume, doch allein ist man dort nicht.

Kurz nach Steven Spielbergs Disclosure Day, einem Science-Fiction-Thriller, der paradoxerweise in die Vergangenheit blickt, kommt Backrooms in unsere Kinos, ein kleiner Fantasyfilm, der seinerseits entschlossen in die Zukunft blickt. Die zwanzig Jahre seines Autors Kane Parsons stehen in scharfem Kontrast zu den fast achtzig des Altmeisters. Ein Wendepunkt für die Filmkunst? Aus einer YouTube-Webserie hat der junge Regisseur, produziert vom Trendstudio A24 und unterstützt vom Serienautor Will Soodik (Westworld), jedenfalls einen verblüffend gelungenen Langfilm gemacht. Die Idee geht auf eine im Internet populär gewordene Mythologie über rätselhafte leere Räume zurück. Im Keller seines vom Bankrott bedrohten Möbelhauses stösst Clark (Chiwetel Ejiofor, 12 Years a Slave), ein gescheiterter und frisch geschiedener Architekt, auf diese «Hinterzimmer» jenseits der Mauern. Schon bald nimmt er zwei junge Angestellte mit, um seine Entdeckung zu dokumentieren – doch das Unterfangen gerät ausser Kontrolle. Schliesslich macht sich auch Clarks Psychologin Mary (Renate Reinsve, Sentimental Value) auf den Weg dorthin, um einer rätselhaften Nachricht ihres Patienten auf den Grund zu gehen… Hinter dem, was zunächst wie ein weiterer kleiner Horrorfilm von der Stange wirkt (ähnlich Obsession, der bisweilen vorschnell auf die gleiche Stufe gestellt wird), verbirgt sich ein weit klügerer, konzeptionell raffinierter und möglicherweise erstaunlich tiefgründiger Film. Nicht nur sorgen die europäischen Hauptdarsteller für einen eigenen Ton; auch die Inszenierung und vor allem der Umgang mit den Schauplätzen beeindrucken. Je weiter man in diese endlosen Räume vordringt – irgendwo zwischen absurden Geometrien und Installationen zeitgenössischer Kunst –, desto stärker ahnt man unsichtbare Bedrohungen, die auf Störungen des Geistes oder gar des Raum-Zeit-Gefüges hindeuten. Das ist erschreckend und schliesst auch eine gesellschaftskritische Dimension nicht aus. Für einmal wünscht man sich tatsächlich Fortsetzungen!

Norbert Creutz

Galerieo

Filmdateno

Genre
Horror, Mystery, Science Fiction
Länge
110 Min.
Originalsprache
Englisch
Bewertungen
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ØIhre Bewertung7.0/10
IMDB-User:
7.0 (110662)
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Chiwetel EjioforClark
Renate ReinsveMary
Mark DuplassPhil
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