r Keeping & Saving or How to Live
Digna Sinke, Niederlande, 2018o
Angesichts der gehorteten Zeitungsstapel ihres verstorbenen Partners von der Frage bedrängt, geht die Regisseurin, selbst Sammlerin, Sinn und Wesen des Aufbewahrens nach. Sie präsentiert die Andenken ihrer Mutter, Sammelsurien früherer Tage, die sie wie kleine Zeitmaschinen auch in die eigene Vergangenheit transportieren. Über Jahrhunderte waren Dinge unser Bezug zur Welt, haben uns befähigt, in der Zeit umherzustreifen. Heute gilt Aufbewahren als seltsam oder gestört; ein aufgeräumtes Haus steht für ein aufgeräumtes Leben. Wehmütig sinniert Sinke über den Verlust an menschlicher Verbundenheit, wenn das Stoffliche sich entmaterialisiert im Digitalen.
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