Miroirs No. 3

Christian Petzold, Deutschland, 2025o

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Wie durch ein Wunder überlebt die Klavierstudentin Laura bei einem Ausflug ins Berliner Umland einen Autounfall. Körperlich unversehrt kommt sie im Haus von Betty unter, die den Unfall beobachtet hat. Laura geniesst die mütterliche Fürsorge Bettys, die Arbeit im Garten und die gemeinsamen Essen. Doch als sie auch Bettys Mann und ihren Sohn kennenlernt, wird immer deutlicher, dass es einen sorgsam verschwiegenen Schmerz in Lauras Gastfamilie gibt.

Während eines Wochenendes auf dem Land mit ihrem Freund überlebt Laura, eine Klavierstudentin aus Berlin, auf wundersame Weise einen Autounfall. Körperlich unverletzt wird sie von Betty aufgenommen, einer Frau, die in der Nähe wohnt und sich liebevoll um sie kümmert. Bettys Mann und Sohn, die als Automechaniker arbeiten und getrennt von ihr wohnen, überwinden nach und nach ihre anfängliche Abneigung gegen die Eindringling. Aber kann diese Situation von Dauer sein? Mit fast nichts – einem zweifelhaften Unfall, der im Hintergrund bleibt, einer längeren Unterbringung, zwei Leben, die es wieder in Ordnung zu bringen gilt – schafft Christian Petzold eine Art Quartett für zwei Geschlechter, dessen Titel seltsamerweise auf ein Werk von Maurice Ravel verweist. Die ersten Szenen legen nahe, dass Laura in ihrer Beziehung nicht mehr glücklich war, der weitere Verlauf skizziert eine neue mögliche Beziehung. Aber das Wesentliche spielt sich zwischen diesen beiden Frauen ab, die auf mysteriöse Weise zusammengeführt wurden. Der wohl beste deutsche Filmemacher der Gegenwart, Autor von Undine und Roter Himmel, schafft erneut eine Mischung aus Offensichtlichem und Unaussprechlichem. Bei ihm verwandelt sich der scheinbare Realismus immer in eine leicht fantastische Fabel. Petzolds Kino handelt von der Schwierigkeit, allein oder zusammen in der Welt zu sein und sich darin wohlzufühlen, selbst wenn die grossen Krisen der Geschichte und ihre Dramen, die in Petzolds Barbara, Phœnix und Transit Ausgangspunkt waren, vorbei zu sein scheinen. Fein geschrieben, gespielt und inszeniert, erzählt Miroirs No. 3 von Nichts weiter als von dieser gegenseitigen Annäherung, die zu einer Heilung führen könnte, vor dem Hintergrund der unüberwindbaren Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Aber das reicht völlig aus, um einen leuchtenden Film zu schaffen, der Sie nachhaltig verzaubern wird.

Norbert Creutz

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Filmdateno

Synchrontitel
Mirrors No. 3 EN
Genre
Drama
Länge
86 Min.
Originalsprache
Deutsch
Bewertungen
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ØIhre Bewertung6.6/10
IMDB-User:
6.6 (1388)
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen q

Cast & Crewo

Paula BeerLaura
Barbara AuerBetty
Matthias BrandtRichard
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