r The Devil Wears Prada

David Frankel, USA, 2006o

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In der Welt der Mode pflegen die ihre Eitelkeit, die es sich leisten können, und alle anderen schuften bis zum Umfallen. Andrea wird die neue Assistentin von Miranda Priestley, der Leiterin des Modeimperiums Runway. Und während die despotische Miranda eine wahrhafte Teufelin von einer Chefin ist, versucht Andrea einfach nur, einen guten Job zu machen.

Machen wir uns nichts vor. Schon The Devil Wears Prada von 2006 war kein grosser Film über die Modeindustrie und ihre kommerzielle Verzahnung mit der Welt der Hochglanzmagazine. Einigermassen amüsant und halbwegs legendär wurde er primär wegen Meryl Streeps genüsslicher Parodie auf die unausstehliche Chefredaktorin der fiktiven Fashion-Postille Runway, die der langjährigen Vogue-Chefin Anna Wintour nachempfunden war – und mit der zielsichere Seitenhiebe auf die bereitwillige «corporate slavery» in damaligen Grossfirmen einhergingen. Zwanzig Jahre später tritt das Protagonist:innen-Quartett von 2006 nochmals vollzählig an: Streep alias Miranda und Stanley Tucci als ihr Chefdesigner und treuer Schatten haben – schauspielerisch gewohnt brillant – mit der Digitalisierung der Medien zu kämpfen, denen die Werbeeinnahmen und die Leserschaft wegbrechen. Anne Hathaway, damals Mirandas ergebene Assistentin, wird als gestandene Journalistin zurückgeholt, um den Gehalt des bedrohten Magazins zu steigern, und setzt komödiantisch entschlossen auf Soap-opera-Überzeichnung. Emily Blunt, die andere Assistentin von damals, agiert als Querschlägerin auf Ausschau nach einem heiratsfähigen Techmilliardär konsequent fieser, doch nicht viel subtiler. Nur ist das nicht das Problem. Vielmehr halten die vier eine runde Stunde lang weitgehend vergeblich Ausschau nach einer spielbaren Handlung. Auf die Krisen des Journalismus und des Modegeschäfts will sich der Film nicht wirklich einlassen, der Einfluss woker Millennials auf die toxische Arbeitskultur von einst wird nur angetippt, eine Szene nach der andern bleibt flach, Mirandas Part blass, die Dialoge meist glanzlos, und David Frankels Regie verschenkt mit bad Timing auch noch einen Teil der raren Pointen. Immerhin: Nach der Pause wandelt sich Prada 2 eine Weile lang unversehens zum melancholischen Drama über die Erfolgszyklen der Wirtschaftswelt, die Lebenszyklen ihrer Akteur:innen und den Preis des Erfolgs. Als Gegenpole hierzu sitzen auch plötzlich die Musik und die Glamourszenen vom Modezirkus. Dann ist bald Schluss: Aufräumdramaturgie mit einem Abgang für jede Figur und der Einspurung Hathaway-Blunts auf ein allfälliges weiteres Sequel. Es dürfte uns erspart bleiben.

Andreas Furler

Galerieo

Filmdateno

Synchrontitel
Der Teufel trägt Prada DE
Le Diable s'habille en Prada FR
Genre
Komödie, Drama, Liebesfilm
Länge
109 Min.
Originalsprachen
Englisch, Französisch
Bewertungen
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ØIhre Bewertung7.0/10
IMDB-User:
7.0 (569600)
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Meryl StreepMiranda Priestly
Anne HathawayAndrea Sachs
Emily BluntEmily Charlton
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