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Fluchtgefahr

Markus Imhoof, Schweiz, 1974o

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Bruno hat sich in seiner Jugend einen Preis biem Schiessen erschlichen und ein Töffli geklaut. Jetzt, 23-jährig und als Tankwart jobend, reichen ihm schon eine Spritztour mit dem Auto eines Kunden und eine Nacht in einer fremden Loge für 10 Monate unbedingt. Im Knast anfänglich als Leichtgewicht eingestuft, lernt er bald, sich mit Ruppigkeit und Bluff zu behaupten und findet Anschluss bei einem etwas grösseren Fisch, der einen Ausbruch plant. Die Dinge nehmen ihren Lauf.

Bevor Markus Imhoof seinen ersten langen Spielfilm drehte, hatte er schon zweifach intenisv zu den Themen Kleinkriminalität und Strafvolllzug recherchiert: erstmals 1968 in der 40minütigen Bild-Ton-Collage Rondo, die die Welt eines Häftlings porträtierte und nach Intervention der Gefängnisdirektion nicht gezeigt werden durfte, dann bei der Vorbereitung zu Fluchtgefahr während einer zweimonatigen Stage in einer Haftanstalt. Die Sachkenntnis kommt dem Spielfilmdebüt in jeder Minute zugute. Ein enormer Reichtum an vielsagenden szenischen, gestischen und sprachlichen Details bildet den naturalistischen Teppich für den stocknüchternen und umso eindringlicheren Befund, wonach einer im Knast die Deliquenz, in der er ziemlich zufällig hineingerutscht ist, erst richtig lernt und die vermeintlich heilsame Strafe eher der Anfang einer heillosen Zirkelbewegung ist. Doch Imhoof zeigt nicht einfach, sondern weiss schon hier zu verdichten, dramatisch zu überhöhen, Profis und Laien glaubwürdig zusammenzuführen. Einleuchtend zudem die Parallelen zu den Aufsehern, die den Gefangenen sozial näher sind als dem selbstzufriedenen Bürgertum, das der Anstalt in einer wunderbar sarkastischen Szene einmal einen Besuch abstattet.

Andreas Furler

In seinem vitalen und dichten Spielfilmerstling – ausserdem ein authentischer Dialektfilm von hohem Rang – schildert Markus Imhoof, wie ein «kleiner Fisch» (Wolfram Berger) sich im „Resozialisierungsapparat“ Zuchthaus zu behaupten lernt.

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Markus Imhoof beschreibt den Alltag des Strafvollzuges mit so sachkundiger, detailscharfer Akribie wie wohl noch kein Filmregisseur vor ihm.

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Galerieo

Cinéma, 10.02.2019
© Alle Rechte vorbehalten Cinéma. Zur Verfügung gestellt von Cinéma Archiv
Markus Imhoof, 10.02.2019
© Alle Rechte vorbehalten Markus Imhoof. Zur Verfügung gestellt von Markus Imhoof Archiv
Tages-Anzeiger, 10.02.2019
Vom Gefängnis des Gewissens

Markus Imhoof (29) hat sich mit Tonhand und Filmkamera in den Dschungel des Strafvollzugs gewagt; seinen Film können wir nicht sehen.

Von Martin Schaub

Was für ein heisses Thema der Strafvollzug noch immer ist, erfuhr ein junger Zürcher Filmschaffender, Markus Imhoof, vor zwei Jahren. Imhoof wurde 1941 geboren, absolvierte ein Studium der Germanistik bis zum Lizenziat, schrieb und besuchte dann die ersten beiden Filmkurse der Kunstgewerbeschule Zürich. Schon nach seinem ersten Schulfilm, «Happy Birthday», wurden einige auf ihn aufmerksam; sein zweiter Schulfilm bestätigte nicht nur seine formale Begabung, sondern auch einen aussergewöhnlichen Ernst, ein Engagement in unsrer Zeit, einen kritischen jungen Mensch. Dieser Film mit dem Titel «Rondo» ist allerdings nie öffentlich aufgeführt worden. Nicht etwa mangelhafte Qualität ist der Grund dafür, sondern ein persönlicher Einspruch des Direktors der Strafanstalt, wo der Film gedreht wurde. «Rondo» befasst sich mit der Geschichte eines rückfälligen Gefangenen und mit der Schicksalshaftigkeit solcher Rückfälle bei den gegenwärtigen Methoden des Strafvollzugs, «Rondo» ist ein didaktischer Film über Lebensgeschichten, die ringförmig verlaufen. Die Lötstelle dieser Ringe ist die Strafanstalt.

Nicht ganz alle Rechte hatte der junge Filmschaffende auf seiner Seite, als der Einspruch des Direktors kam. Zwar hatte er alles mit seinem Partner, dem Sträfling 323, rechtlich geregelt, doch mit der Strafanstalt und ihrem Direktor nicht. So liegt der 45minutige Film heute in der Büchse und verdirbt langsam.

Der Direktor kam mit dem Argument der «Manipulation» durch. Wenn jeder Film wegen «Manipulation» verboten werden dürfte, dann gäbe es keine Filme mehr! Vielleicht bestünde unser erster Schritt in der «Bewältigung der Bilder» im Abbau unserer Eitelkeit. Auch dem Direktor der Strafanstalt müsste es klar sein, dass Imhoof oder irgendein anderer Filmer nicht aus der Perspektive eines Direktors arbeiten konnte, dass er Konfrontationen zwischen Realität, und grundsätzlichen Erklärungen, zwischen Wirklichkeit und Ideologie machen musste, um zu seiner Wahrheit zu kommen.

Eine von Imhoofs «Manipulationen» sei hier wiedergegeben. Zwar können wir das nicht so eindrücklich, wie es im Film geschieht, doch sieht man genau, dass Imhoof nach dem einfachen Muster der Konfrontation arbeitete. Ohne diese Manipulation der Konfrontation ist keine Wahrheitsfindung möglich. Das Prinzip der Konfrontation ist der einzige Garant des Fortschritts (zur Menschlichkeit hin, nicht von der Menschlichkeit weg, frei nach Brecht).

Lernen

Ein Interview mit dem Direktor wird mit der Stimme eines Häftlings unterbrochen.

Der Direktor: «Da ist einmal die Arbeit, dann haben wir eine Schule, eine Art Gewerbeschule (an diesen Schulkursen dürfen alle, die das interessiert, teilnehmen). Dann haben wir eine Bibliothek (sie ist vielsprachig und enthält viel Fachliteratur). Dann haben wir den psychiatrischen Dienst, der ist ausserordentlich wichtig. Einmal pro Woche kommt ein Oberarzt vom Burghölzli. Schliesslich wollen wir den Sport nicht vergessen, besonders für jüngere Leute, die jeden Tag turnen und spielen… Dann ist vor allem die Freizeitgestaltung zu erwähnen, die einen grossen Raum einnimmt… Viele Institute geben Fernunterrichtskurse heraus, und wir machen alle eigentlich zugänglich.

Stimme eines Häftlings: «Jetzt pass einmal auf: Nicht, die haben mir Kurse bewilligt und Freizeitarbeit, um diese Kurse zu verdienen. Ich habe den ganzen Monat gekrampft, ich habe «Neunuhrlicht», das heisst Licht bis 9 Uhr abends. Am Samstag und Sonntag arbeite ich wie ein Irrer, habe aber nicht einmal das Kursgeld verdient. Und wann soll ich denn für den Kurs etwas arbeiten, wann?»

Der Direktor: «Dann wird gebastelt, ein Männerchor kommt regelmässig zusammen, darin besteht die Möglichkeit, seine Freizeit in einem kleinen Garten zu verbringen. Es wird modelliert, gezeichnet, gemalt; dann gibt’s natürlich auch Veranstaltungen . . . Vorträge, Konzerte, Theater, Film. »

Der Häftling: «Es ist einfach schlimm. Ich will einfach nichts mit dieser Bande hier zu tun haben. Deswegen hin ich auch in Einzelhaft geblieben. Das ist einfach und besser, mit denen kannst dir sowieso nichts lernen.

Verschiedentlich kommt der Portier der Anstalt ins Bild. Auch er wurde über gewisse Dinge befragt. Sein Beruf allerdings verhinderte ein eingehendes Interview. Der Portier muss auf seinem Posten sein. Unter anderem gehen die Fragen von Imhoof auf Ausbildung und Fortbildung der Anstaltsbeamten. Zunächst wird ein Gesetzesartikel zitiert: «Der Bund fördert und unterstützt die Heranbildung und Fortbildung der Anstaltsbeamten.» Darauf folgt aus einem Interview mit dem Portier die Stelle: «Ja, ja Anfängerkurse von 6 Tagen Dauer, und dann gibt’s weitere Kurse, in der Regel von zwei Tagen, und dann gibt’s noch Kurse, die einen Monat lang dauern, für einzelne.»

Disziplinarstrafen

Eine Passage Voll «Rondo. spielt sich etwa so ab: Von links erscheint ein Aufseher mit einem Tonkrug und Brot, schliesst die Türe auf und öffnet sie einen Spalt breit, stellt alles hinter die Türe auf den Boden und geht rechts das dem Bild. Dazu kommen folgende akustische Informationen: «§ 48. Ist vereinfachte Kost für länger als .5 Tage angeordnet worden, so muss nach 5 Tagen der Gesundheitszustand des Gefangenen vom Arzt untersucht und begutachtet werden.» «Der Verbrecher hat ein Recht auf Strafe, darin wird er als Vernünftiger geehrt. Denn Strafe ist Wiedervergeltung, ist Verletzung der Verletzung, Negation der Negation. Zwang wird durch Zwang aufgehoben» (Ein Hegel-Zitat). «Ja, meinen Sie denn, mit Weichheit kämen wir weiter?“ (Stimme des Direktors)

«Zu behandeln waren vor allem depressive Störungen, Erregungszustände und reaktive Depressionen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Freiheitsentzug und der Einzelhaft standen.» (Aus dem Jahresbericht des Psychiaters)

Geld

Imhoof meint, viele «Rondos» gingen auf die unverminderte materielle Not zurück, die der Häftling nach seiner Entlassung zuhause antrifft. Im Film kommt das folgendermassen zur Sprache. Häftling 323 sitzt in seiner Zelle und falzt Couverts. Dazu verliest er (asynchron) sein Kontoblatt, das später im Bild erscheint. Häftling 323: «Jetzt habe ich, Hergottnochmal 15 Monate hinter mir und habe ganze 191.50 Franken verdient.» Jetzt ist ein Familienfoto (Frau und zwei Kinder) zu sehen. Dazu auf der Tonspur: «Sie müssen bedenken, dass die meisten Gefangenen aus schlechten, zerrüttet, Familienverhältnissen kommen» (Stimme des Lehrers). «In 93 Prozent der Fälle muss die Frau des Gefangenen arbeiten und die Kinder weggeben.» (Kommentator). «Sie müssen bedenken, dass die meisten Gefangenen aus schlechten, zerrütteten Familienverhältnissen kommen» (wieder Stimme des Lehrers). Bei den letzten zwei Sätzen ist Imhoofs Kamera langsam auf ein Kind auf der Familienfoto zugefahren. Ein Metronom macht sein monotones Geräusch. Das Bild einer geknackten Villa erscheint. Dazu die Stimme eines Gläubiger «Wenn der draussen ist, soll der dann nur blechen.» Dann eine nicht definierte Stimm: «Und dann sollen die noch verdienen im Kittchen?»

Sex

Ein Häftling: «Ja, Selbstbefriedigung ist natürlich da Trumpf. Praktisch jeder, praktisch jeder. Was willst du denn anderes machen, wenn du sitzt?

Der Lehrer: «Ich finde, allfällige sexuelle Stauungen, die sich da bei uns bemerkbar machen, können wir wunderbar mit dem Sport sublimieren… abbauen… Wir haben einem einen Sandsack gegeben, ja eher ein Sandsäcklein, und wir haben ihm gesagt: Hören Sie, stellen Sie sich ein wenig Ihre Aggressionsgegner vor, und boxen Sie auf diesen Sandsack… Es war also sehr befriedigend für diesen Mann. Er sagte, es habe ihn am Anfang etwas weh getan, aber später sei es ihm zum Vergnügen geworden.»

Häftling 323: «Die Nächte sind natürlich das Schlimmste, gegen das Ende kannst du nicht mehr schlafen. Du stellst Dir vor, wie’s draussen ist, das macht dich fertig. Ja. ja du kannst auch Schlaftabletten bekommen. Es gibt einen hier im Bau, die nimmt jeden Tag eine, doch er nimmt sie nur unter die Zunge und am Samstag frisst er sie alle und schläft den ganzen Sonntag durch. Was willst dir sonst machen. Der Deubelbeiss glaubt an die Seelenwanderung.»

Der Strafvollzug in einer Gesellschaft, die Imhoofs «Manipulationen» kategorisch ablehnt, ist fragwürdig. Das heisst: Dieser Strafvollzug muss befragt werden. Verhindert diese Gesellschaft einem Frager das Fragen, entzieht ihm die Freiheit des Fragens, wird sie als Ganzes zum Gefängnis. Freiheitsentzug heisst nicht einfach Zelle, Wasser und Brot. Auch Imhoof sitzt in Einzelhaft: er kann seinen Film nicht zeigen.

© Alle Rechte vorbehalten Tages-Anzeiger. Zur Verfügung gestellt von Tages-Anzeiger Archiv
Tages-Anzeiger, 23.05.1975
«Wird mir jemand solche Dialoge glauben?»

Der Autor des Films «Fluchtgefahr» öffnet sein Gefängnis-Tagebuch

Von Markus Imhoof

Der Weg zum Spielfilm ist für die Deutschschweizer Filmschaffenden besonders weit. Peter von Gunten («Die Auslieferung») und Rolf Lyssy («Konfrontation») haben Aktenberge abgetragen, bevor sie ans Filmen denken konnten. Markus Imhoof misstraute sogar den Akten und begann seine Arbeit wirklich an der Basis. Das Thema des Strafvollzugs hatte er bereits einmal in einem Dokumentarfilm behandelt («Rondo», 1968); die Beobachtungen, die er damals in Regensdorf gemacht hatte, genügten ihm bei weitem nicht für die Abfassung eines Spielfilm-Drehbuchs. Noch einmal stellte sich ihm der Zweifel gebieterisch vor die «freie Phantasie». Gespräche mit Ehemaligen, ein Stage bei der Berner Kantonspolizei führten ihn näher an die Sache heran, vor allem aber seine zweimonatige Anstellung als Haftwärter in der bernischen Strafanstalt Thorberg.

Imhoof bezeichnet sich als Voyeur. In Thorberg sammelte er Einzelheiten und Geschichten für eine Kinogeschichte, in der «die Summe des Unnötigen das Wesentliche entlarven» sollte. Mit dem Mini-Notizblock verrichtete er seine Arbeit, schrieb sich verstohlen die Ereignisse und die Gespräche und Gesprächsfetzen auf, füllte Abend für Abend Seiten mit seinen Beobachtungen.

Wir bringen im folgenden einen Bruchteil von Imhoofs Aufzeichnungen, von genauen Details, die sich im fertigen Film sehr oft am Rande, im Hintergrund, in Kombinationen und Reduktionen abspielen. «Fluchtgefahr» ist ja kein ausgesprochen didaktischer Film, «Fluchtgefahr» erzählt die Geschichte des kleinen Fisches Bruno Kuhn, der in der Strafanstalt den perversen Ehrgeiz entwickelt, «etwas Rechtes» anzustellen, jemand zu werden in dem neuen Milieu.

Imhoof zeichnet die Einzelheiten (möglichst dicht, nicht möglichst drastisch) in die Figur des Bruno Kuhn ein und eng um sie herum macht so die dumpfe Folgerichtigkeit, ja die Unausweichlichkeit seiner Kinogeschichte deutlich: Realismus im umfassendsten Sinne.

In den Tagebuchblättern des Filmemachers werden zwei Dinge sehr deutlich: die komplizierte Situation Imhoofs, der wiederholt auf der «falschen Seite» steht, seine Schwierigkeit auch, im Gefängnis (und für die Gefangenen) immer ganz dazusein, weil er ja dauernd auch seine Absicht zu reflektieren hat. «Wird mir jemand solche Dialoge glauben?» fragt er sich reflexartig noch in der eigenen Betroffenheit.

1. Juni 1972

In Konfirmationshose, Krawatte und geschorenem Harr. Der Direktor begrüsst mich als den neuen Wärter und merkt erst später, dass ich nicht der Käser bin, der auch heute, aber in Dauerstelle, eintreten soll. Niemand ausser dem Direktor weiss, wer ich bin. Ich beziehe ein Zimmer für unverheiratete Wärter im Verwahrungsbau. Zu dritt haben wir einen Boy. Ich unterschreibe für die vier Schlüssel. Vier verschiedene Bärte im Hosensack unterscheiden mich von den Insassen. Aufschliessen lernen – zuschliessen – Kontrollgriff. Druck nach rechts an der Falle beim Zuschliessen, damit das Schloss nicht knallt und der Eingeschlossene nicht wütend wird. Bei 87 und 103 ein Druck mit dem Knie während des Drehens. Falle der offenen Türe so stellen, dass sie nicht einschnappen kann, wenn man hineingeht.

2. Juni

Jenen (Kovarik) im Arrest herauslassen zum Waschen und Deckenfassen – er darf sie am Tag nicht auf seinem Brett haben (Matratze gibt’s nicht). Keine Körperstrafen: Beruhigungszelle. Statt Schlägen die eigene Schwerkraft gegen die harte Unterlage wirken lassen. Das wird alles viel schwerer sichtbar zu machen sein als offene Brutalität. Immer zu zweit die Bewachung der Arrestanten, weil die besonders aggressiv seien (Beruhigungszelle). Peinlich, auch dem erfahrenen Wärter. Kunst, nirgendwohin zu schauen und doch zu beobachten. Kein Gespräch aufkommen lassen. Der Gefangene versucht ein spöttisches Lächeln. Warten, bis er den Hafen geleert und ausgespült hat. Zehn Tage, weil er versucht hat, im Spitallift den begleitenden Polizisten zusammenzuschlagen. Gespräch mit dem Oberaufseher über Bienen.

5. Juni

Widerwillen am Sonntagabend, wieder einzurücken. Ich mache jetzt meinen Gang allein. Mühe, 29mal normal «en Guete» zu wünschen. Beobachtung an sich selbst, wie das Wort immer formelhafter wird. Ich habe das Gefühl, der Gefangene in der neuen Tür habe gehört, dass ich es schon 24mal gesagt habe, und empfinde es nun unehrlich. Sie lachen, weil ich bei Nr. 87 den Trick mit dem Knie noch nicht kann. Ich warte mit Zuschliessen, bis mir der Gefangene den Rücken zudreht, und komme als letzter zum Essen. Wie lange würde ich das auf mich nehmen?

6. Juni

Dreimal täglich geht man hinter dem Esskarren her mit der Pillenschachtel aus Blech und lässt aus der Pinzette dem wartenden Gefangenen die Resozialisierung in die hohle Hand fallen, bevor man zuschliesst. Zwei Drittel der Insassen werden so täglich mit Pillen versorgt: Valium, Schlaftabletten, Antibock. Tschopp, der alte Trinker, verlangt täglich zu jedem Essen zwei Treupel: «Wägem Mage.» Ich versuche ihm zu erklären, dass Treupel nichts mit dem Magen zu tun haben. Da wird er wütend. Soll ich der einzige sein, der sie ihm nicht gibt? Stolz berichtet er, dass sie letztes Jahr sogar 200 Fr. bekommen hätten von der Basler Chemie, wenn sie während 4 Monaten Versuchspillen schluckten.

8. Juni

Sie bringen Kovarik unrasiert aus dem Keller zurück, seine 10 Tage «Bunker» sind um. Er lässt sich zwei Kopfwehtabletten geben. Dann muss er im Arrestbuch unterschreiben: Name, Vorname, von – bis, zerstörtes Material: das scheint fast vorgesehen.

9. Juni

Nach einigen zehntausendmal Auf- und Zuschliessen ist das Barrierenschloss im Zellenbau I kaputtgegangen und muss ersetzt werden. Kovarik hat sich von seinem unrasierten Bunker-Gesicht einen Zuhälterschnurrbart stehen lassen. Täglich von 7 bis 8 Uhr werden die Zellen kontrolliert. Im Treppenhaus sind drei kurze Leiterchen angekettet. Pro Gang geht ein Wärter mit einer Art Lanze und dem Leiterchen von Zelle zu Zelle und schlägt und kratzt an den Gitterstäben, um die mit gekautem Brot zugekitteten Sägestösse zu finden. Mit dem umgekehrten Holzstiel schlägt man gegen die Lamellen, welche im Zellenbau die Sicht gegen den Boden verdecken. Die Schläge widerhallen im Hof. Man lehrt mich, dass meistens die unteren Stäbe links und rechts durchsägt werden, aber es sind auch andere Stäbe geschweisst (wer bei einem Fluchtversuch ertappt wird, muss das Schweissen bezahlen.). Dann kontrolliert man noch Schublade und Kasten und schaut sich die Nackten an der Wand an. Lötscher hat mir eine Zeichnung gezeigt, die er von der Unordnung in seiner Schublade gemacht hat. So kann er prüfen, ob gefilzt wurde. Man kann auch ein Haar an die Kastentüre kleben.

12. Juni

Den halben Nachmittag wieder Fluchtgeschichten im Wachlokal. Dann wetten sie um eine Flasche Weissen, ob Schmid, den heute eine Luzerner Dirne in den Urlaub abgeholt hat, zurückkomme oder nicht. Der Magazinchef hat hinten auf seiner Karte mit Bleistift vermerkt: «Entwichen am 12.6.». Abends besuche ich Kovarik. Eigentlich habe ich etwas Angst, ich habe immerhin alle Schlüssel im Sack, will aber dem Nachtwärter nicht sagen, zu wem ich gehe. Ich klopfe mit dem Schlüssel an die Zelle: «Haben sie Zeit?». Blöde Frage.

13. Juni

Der Hilfskrankenwärter phantasiert beim Postverlesen im Wachlokal, wie man Bühler, der heute wieder einen Selbstmordversuch gemacht hat, nach Regensdorf zurücktransportieren könnte: «Und dänn uf der Autobahn, wänt so gsesch im Rückspiegel e Kolonne cho, tägg, machsch Klappe uf ond blalalalalala…», zeigt mit den Fingern, wie er auf der Strasse rollt und unter die nachfolgenden Autos gerät.

16. Juni

Fürs erste hat der Voyeur genug. Ich langweile mich.

19. Juni

Heute abend beim Essenverteilen kam es im Zellenbau I zu einer Schlägerei. Burkhard zerschlug Häusler den Wasserkrug auf dem Kopf. Frau Direktor beim Nachtessen, als es ihr erzählt wird: «Ou, mis schön Gschiir!» Ich stelle mir vor, wie ich ihr die ganze Schüssel Randensalat an den Kopf werfe.

20. Juni

Es werden Erdbeeren verkauft: für die Gefangenen 2.10 Fr./kg, für die Wärter 1.50 Fr./kg.

4. Juli

Gabartüel, der schwere Drogenfall, dem wir täglich bis zu 25 Valium forte geben, wird heute ins Spital «überstellt». «De Profässer Chräiebüel zwackt em da de Reservenärv ab.» Mit Elektroden sollen irgendwelche Aggressionszentren im Hirn zerstört werden. Wärter Burger rät zwar beim Mittagessen, man solle doch warten, bis es niemand sehe, und dann Gabartüel «e paari tonnere. Weisch so di lätz Hand is Gsicht schletze, weisch so mit lockere Finger, dass s Bluet schön chunt.». Solche Sprüche dürfen mich nicht zu einem plumpen Sieg verführen. Niemand darf nach dem Film meinen, das Problem sei gelöst, wenn man Burger entlässt.

6./7. Juli

Zwei Nächte Nachtwache. Auf der inneren Runde mit rhythmischen Blicken über die Schlösser, Bolzen, Türangeln, hin und her. Am Husten hört man die Enge der Zellen. Hinten im Gang sticht man die Uhr: die selbstbediente Bewachung des Wächters. Wer die Aussenrunde macht, lässt die Schlüssel im Wachlokal, damit, wenn er draussen von einem Fluchthelfer niedergeschlagen wird, es sich nicht gelohnt hat. Das elektrische Tor schnappt hinter einem zu. Um Mitternacht gibt es einen kleinen Imbiss: was man mitgebracht hat, Büchsenfleischkäse, Landjäger. Auf dem Réchaud wird Milch gewärmt. Nachtwächter Betschmann erzählt mir stolz, dass während seiner 15jährigen Dienstzeit 25 Fluchten haben vereitelt werden können. Das sind nichteinmal 2 pro Jahr. Die restlichen 363 Tage ist er sinnlos die ganze Nacht wach geblieben. Vor lauter Langeweile hat er errechnet, dass sie auf ihren Runden bereits einmal um die Welt marschiert seien.

10. Juli

Am Montag werden im Büro unter viel Heiterkeit die Sonntagsbriefe zensuriert, welche die Sonntagswache im grossen tragbaren Eisenbriefkasten, der «Lügenkiste», eingesammelt hat. «Ich wollte Dich gestern abend in Gedanken mit einer andern betrügen. Hast Du es denn eingehalten zwischen 10 und 11? Hier rechts unten habe ich für Dich die Ecke geküsst mit meinem Samen.». Der Brief landet im Papierkorb. Gelegentlich will man Kägi informieren, inskünftig keine Pornographie mehr zu schreiben, und «Express» schon gar nicht. Für den Abend ist eine Veranstaltung, diesmal Theater, angekündigt: «Das Messer». Viele Insassen erscheinen, die Hausburschen haben im Innenhof des Verwahrungsbaus die Bühne aufgebaut. Es herrscht eine aufgeräumte Stimmung. Der Vorhang öffnet sich. Drei Stündeler stehen an der Rampe und singen «Gott ist die Liebe», während zwei andere von den Esskarren Bibeln verteilen. Die Gefangenen begehren auf, einige wollen sofort in ihre Zellen zurück. «Halt we im Kino», lacht ein Wärter, «zersch chömed d Wärbefilm.».

11. Juli

Bei der Zellenkontrolle finde ich Kägi verdreht auf dem Bett. Sein Unterkiefer hängt schräg herunter, ein trockener Geiferfaden spannt sich von Lippe zu Lippe. «So, isch es sowyt», kommentiert der Krankenwärter. Das Büro hat ihn schon avisiert, dass Kägi mit Selbstmord gedroht habe, weil man seine «Pornobriefe» nicht abschicken will. Die Tragbahre ist viel schwerer, als ich glaubte. R.B., Postfach 594, 8007 Zürich, ein ehemaliger Insasse, bittet, ihm seine derzeit beschlagnahmten Aufzeichnungen über die Anstalt auszuhändigen, und legt 2.40 in Marken bei. Die Marken werden zurückgeschickt.

14. Juli

Je länger ich hier bin, desto banaler werden die «Verbrecher». Müller vom Zellenbau III bietet mir an, während der Olympiade in München seine Laufkatze zu betreuen. Es sei alles vorbereitet, der Platz und so. Sei doch schade um die einmalige Gelegenheit. Täglich 500 auf sein Konto, den Rest könne ich mit ihr ausmachen. Er habe noch eine in Basel, die aufhören wolle, der habe er jetzt aber geschrieben, die sei ganz gut. Er zeigt mir den Stift, der unsichtbar schreibt, und die Flüssigkeit, mit der man die Schrift sichtbar machen kann. Dann bietet er mir aus einer goldenen Dunhill-Schachtel eine selbstgedrehte Zigarette an.

17. Juli

Ich habe Ablösung in der Kartonage. Diesmal schrauben sie alte Gasmasken auseinander.: alles Glas in diese, alles Aluminium in jene, alles Messing in die dritte und alles Gummi in die vierte Kiste. Staatliche Altstoffverwertung und Arbeitstherapie. Oder Selbstbefriedigung eines Apparats. Hinten putzen sie Gewehrputzzeug. In der Sattlerei polstern sie Hunde-Dressuranzüge, und in der Weisskorberei werden Polizeischilde geflochten.

19. Juli

Während drei Spazierrunden versucht der trottelige Fritzli, der in der letzten Verwahrungsanstalt aus Rache für einen Bienenstich das Bienenhaus in Brand gesteckt hat, seinen Stumpen anzuzünden. Er stolpert und hält die immer wieder verlöschenden Zündhölzer daneben. «Lue, Fritzli, da chasch eine ha, wo brännt.». Der Oberaufseher hält ihm seinen eigenen, feuchten Stumpen hin. Fritzli nimmt ihn gierig und steckt den anderen in die Rocktasche. «Aber friss en nid grad!». Einfühlung? Hilfsbereitschaft? Oder letztlich ein Spielchen, das man sich einen halben Stumpen kosten lassen kann? Transportbefehl für Rutz, Albert: Ziel: Amtshaus, Zweck: Heirat, Rücktransport: eine Stunde danach.

20. Juli

El Mesry, mit dem ich zur ägyptischen Botschaft fahren soll, ist mir in der Stadt entflohen. Das wird etwas absetzen! Der Mantel mit dem Koran in der Tasche ist das einzige, was ich zurückbringe. Die Wärterkollegen lachen wie über eine Feuertaufe: «Das geschieht dem Imhoof recht, jetzt weiss er endlich, auf welcher Seite man stehen muss!».

21. Juli

Die Flucht des Ägypters hat mich integriert: Ich erfülle kleinlich meine Flic-Aufgabe, habe sie zu erfüllen, weil ich mir nichts mehr leisten kann. Heute habe ich den Besuch von Steinberger beaufsichtige müssen, der sich zunächst lautstark gegen die Aufsicht wehrt. Dann flüstert er die ganze Zeit hinter vorgehaltener Hand zu seiner Besucherin: «Und dänn no das da, gäll», zeigt mit dem Finger. «Und das , weisch ja werum..». Er sagt immer nur «Dings und dänn Ding, du weisch ja, gäll.». Dann beginnt er, ihr kleine Zettelchen zuzuschieben. Am Schluss fordere ich die Frau auf, die Handtasche zu öffnen, die Zettel herzuzeigen. Steinberger begehrt auf: «Si händ nid s Rächt, mini Bruut go z filze!». Der Oberaufseher kommt mir zu Hilfe. Tatsächlich hat Steinberger allerhand verbotene, aber lächerliche Dinge bestellt: Radiobatterien für den verbotenen Transistor, Haarfärbemittel…bin ich schon auf die andere Seite geraten?

22. Juli

Im Gang wird mir ein Kassiber von Gallaz, der in Einzelhaft arbeitet, zugesteckt: «Monsieur Imhoof, qui êtes-vous???».

23. Juli

Gallaz hat herausgefunden, wer ich bin. Er fühlt sich betrogen, weil er glaubt, der gute Kontakt, den wir bei meinen Besuchen in seiner Zelle gefunden hatten, sei nur Recherche gewesen. Wie ich zu ihm komme, malt er Plakate gegen mich, die er im Gang beim Essenverteilen aufhängen will. Nach einem langen Gespräch akzeptiert er meine Methode und zerreisst das Plakat. Ich nütze Ausgenützte aus, um für sie Partei zu ergreifen, ich belausche sie, um ihnen das Wort zu geben. Der Kinozuschauer wird es ähnlich erleben: Er darf ein Voyeur sein, aber er soll dabei etwas erfahren. Flury bittet mich, für den Geburtstag seiner Freundin einen Bikini zu posten, einen möglichst kleinen, gemeinen, geilen; das Büro habe einen Betrag von 20 Franken für ein Geschenk bewilligt. Er zeigt mir eine Ferienfoto von Venedig, damit ich die Grösse abschätzen könne. Ich warne ihn, dass er damit ja nur andere Männer anlocke. «Das passiert sowieso!». Ich bringe ihm den Bikini am Abend vor dem Besuchstag in die Zelle, damit das Geschenk seinen Sinn bekommt.

24. Juli

Heute habe ich den Direktor zum erstenmal im Zellenbau gesehen. Er kam bis vors Wachlokal, um sich zu vergewissern, ob die Zusatzheuer rechtzeitig zum Emden ausrücken. Der Adjunkt hat Gabartüel besucht. Die Operation scheint misslungen zu sein. Müller, der Hausbursche im Zellenbau III, zeigt mir heute abend schmunzelnd einen Transistor, den er in einem Tabakbeutel versteckt. Diesen Transistor habe ich vor einer Woche schon bei Winarski gesehen. So komme ich hinter die Geschichte: Müller hat Winarski und Krämer vor zwei Tagen im Treppenhaus an der Gitterbarriere zum Estrich beim Sägen ertappt. Zuerst wollen sie ihn zum Mitmachen überreden, weil er ihnen mit seinen Sonderrechten als Hausbursche behilflich sein könnte, und weihen ihn in ihren Plan ein. Die beiden arbeiten in der Korberei und gehen täglich mit ihrem buckligen Werkmeister in den Estrich, um Weidenruten zu holen. Dabei haben sie während drei Monaten täglich mit einem Schwedenhaar zwei, drei Sägestösse an dem Stab gemacht, die Schnittstelle mit Brot zugestrichen und mit Schuhwichse wieder geschwärzt. Der Schnitt ist bis jetzt nicht entdeckt worden, weil diese Barriere nicht ins Freie, sondern nur in den Estrich führt. Die beiden wollen auf dem Weg zur nächsten Veranstaltung die Riegel ihrer Zellentüren selber einschnappen lassen und die Bolzen stecken, dann auf der Treppe zurückbleiben und durch die angesägte Gittertüre in den Estrich verschwinden. Oben sind die Dachlatten schon vorbereitet, auch sollen sie Strickleiter und Zivilkleider aus der Lumpenteppichweberei dort versteckt haben. In der Nordostecke des Zellenbaus gibt es eine Stelle, wo die Mauer direkt in die Felsen abstürzt; man müsste also keine Hofmauer übersteigen. Zudem liegt diese Ecke nicht im Scheinwerferlicht und kann von den Zellenfenstern kaum beobachtet werden. Ein wirklich genialer Plan. Müller hat aber abgelehnt und Winarski zunächst einmal um seinen Transistor erpresst. Durch seine Erzählung hat er auch mich geschickt zum Komplizen gemacht. Kann ich mir erlauben, den Fluchtplan nicht zu verraten? Kann ich mir einen Verrat erlauben? Winarski hat immerhin einige schwere Raubüberfälle gemacht. Müller rechnet mir vor, wie teuer er die beiden verkaufen könnte: Er habe etwa an fünf Stangen Gauloises gedacht und an eine Hausburschenstelle im Verwahrungsbau. Entweder gehe ich nun sofort zum Oberaufseher (und mache mich damit bei den Gefangenen unglaubwürdig), oder ich gehe nicht (und werde von Müller erpresst). Und was erst, wenn die Flucht gelingt?

25. Juli

Der Stab wird unauffällig geschweisst, ohne Untersuchung. Niemand weiss wie. Eine solche komplizierte Story wäre ein Film für sich. Aber die Spannung würde den Blick von den Menschen ablenken, die sie erleben müssen.

27. Juli

Gabartüel ist gestorben. Früher schnitt man den Kopf am Hals ab, heute nur noch an der Stirn.

August (wieder zuhause)

Liechti hat mir vom Urlaub eine Karte geschrieben mit dem Berner Münster. In naiv verschlüsselter Sprache kommt er auf sein Angebot zurück, mir eine versteckte Maschinenpistole für 500 zu verkaufen. Inzwischen habe ich aber seine Akten gelesen: Er hat, zusammen mit zwei betrunkenen Dorfkollegen, einer Dirne die 90 Franken wieder entrissen, die sie vorher an ihnen verdient hatte. Wie kann ich hinter soviel Täuschungen, hinter soviel sprachloser Verschlossenheit und Verschlüssen Motive sichtbar machen? In der Zeitung lese ich, dass Winarski die Flucht doch geglückt ist.

Knastausdrücke

Antibock = Sexualdämpfer; Bunker = Arrestlokal; Cachot = Arrestlokal; Laufkatze = Dirne; filzen = durchsuchen; Kassiber = Brief unter Gefangenen; Schwedenhaar = Stahldraht mit Aussendrall, der von Veterinären zum Zersägen von Fehlgeburten verwendet wird, Drahtsäge; Pfündlistänz = 20-Franken-Zuhälter

– Tages Anzeiger Magazin Nr. 21, 24. Mai 1975

© Alle Rechte vorbehalten Tages-Anzeiger. Zur Verfügung gestellt von Tages-Anzeiger Archiv
Markus Imhoof, 02.02.2019
© Alle Rechte vorbehalten Markus Imhoof. Zur Verfügung gestellt von Markus Imhoof Archiv
Beobachter, 20.01.2019
© Alle Rechte vorbehalten Beobachter. Zur Verfügung gestellt von Beobachter Archiv
Podiumsgespräch mit Markus Imhoof
/ Zurich Film Festival
de / 14.10.2013 / 49‘53‘‘

Reportage über das Regionalgefängis Bern
/ SRF
de / 17.02.2013 / 21‘42‘‘

Filmdateno

Synchrontitel
Danger of Escape EN
Genre
Drama
Länge
105 Min.
Originalsprache
Schweizerdeutsch
Bewertungen
cccccccccc
ØIhre Bewertung6.8/10
IMDB-User:
6.8 (11)
Cinefile-User:
< 10 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen q

Cast & Crewo

Wolfram Berger Bruno Kuhn
Matthias Habich Winarski
Sigfrit Steiner Hausbursche Stotz
MEHR>

Bonuso

iGefilmt
Podiumsgespräch mit Markus Imhoof
Zurich Film Festival, de , 49‘53‘‘
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Reportage über das Regionalgefängis Bern
SRF, de , 21‘42‘‘
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gGeschrieben
Besprechung Cinéma
Martin Schaub
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Zur Arbeit "Fluchtgefahr"
Markus Imhoof / Markus Imhoof
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Hintergrundbericht zum Film
Tages-Anzeiger / Martin Schaub
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Gefängnistagebuch von Markus Imhoof
Tages-Anzeiger / Markus Imhoof
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Offizielle Seite zum Film
Markus Imhoof / Markus Imhoof
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Die Rechtslage zu einem Gefängnisausbruch
Beobachter / Beobachter-Beratungsteam
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